Schneider-Ammann befasst sich an Uni Bern mit dem idealen Bundesrat

Mehr als 9000 Interessierte haben am Samstag die dritte "Nacht der Forschung" an der Universität Bern besucht. Unter ihnen war auch Bildungsminister Johann Schneider-Ammann.
17.09.2017 10:12

"Es ist wichtig zu sehen, was an der Uni passiert", sagte Schneider-Ammann vor geladenen Gästen, ehe er einen Rundgang unter die Füsse nahm. Über kurz oder lang müsse ja jeweils die Politik "über Geld, viel Geld" für die Hochschulen entscheiden. Da sei es von Vorteil, wenn Forschende Einblick in ihre Arbeit gewährten.

"Per Mausklick zum idealen Bundesrat" lautete eine der Veranstaltungen, die Schneider-Ammann besuchen wollte. Dabei ging es um "Demokratie in Zeiten von Twitter, Tinder und Instagram". Das Kompetenzzentrum für Public Management befasste sich unter anderem mit der Frage, welchen Einfluss Daten und Online-Wahlhilfen haben.

Insgesamt gaben mehr als 800 Forschende der Uni Bern Einblick in ihre Tätigkeit. "Die Nacht der Forschung gibt uns als Universität die Möglichkeit, mit der Bevölkerung in den Dialog zu treten", sagte Rektor Christian Leumann. Ziel sei es, die Forschung erlebbar zu machen.

Gut 60 Angebote standen zur Auswahl. So konnte man in einem "Pariser Salon" die Klangwelt der Weltausstellung im 19. Jahrhundert erkunden oder am eigenen Körper ausprobieren, wie man Blutgefässe erforscht. Viele nutzten auch etwa die Gelegenheit, vom Dach des Gebäudes der Exakten Wissenschaften mit einem Teleskop in die Sterne zu gucken.

Seit 2011 wird die "Nacht der Forschung" alle drei Jahre durchgeführt. Viele Angebote richten sich auch an Kinder. In diesem Jahr etwa gab es eine antike Druckerpresse zu bestaunen, die man eigenhändig bedienen konnte. Auf dem ganzen Gelände waren kleine Schneckenhäuser versteckt, die eine Rätselfrage enthielten.

(AWP)