Schweiz nimmt wieder an EU-Innovationsprogrammen teil

Seit Anfang 2017 kann die Schweiz wieder gleichberechtigt an der EU-Forschungsförderung Horizon 2020 teilnehmen. In diesem Rahmen wird sie auch wieder Vollmitglied der EU-Innovationsprogramme.
23.08.2017 13:05

Der Bundesrat hat am Mittwoch die Abkommen zur Teilnahme an den Forschungs- und Entwicklungsprogrammen Eurostars-2 und Active and Assisted Living (AAL) genehmigt, wie es in einer Mitteilung heisst. Diese seien insbesondere für forschungsintensive KMU interessant, die durch grenzüberschreitende Kooperationen neue europäische oder globale Märkte erschliessen wollten.

Im AAL-Programm entwickeln Forschungseinrichtungen, Firmen und Organisationen technische Lösungen, welche älteren Menschen ein selbstbestimmtes Leben, Arbeiten und Wohnen ermöglichen sollen. Damit können Kosten gespart werden, gleichzeitig eröffnet sich innovativen Firmen ein Wachstumsmarkt.

Eurostars-2 ist auf kleine und mittlere Unternehmen zugeschnitten, die über zehn Prozent ihres Umsatzes in Forschung und Entwicklung investieren. Gefördert werden grenzüberschreitende Kooperationen, die rasch kommerzialisierbare Ergebnisse versprechen.

Dank der Teilnahme an den beiden Programmen kann die Schweiz aktiv über deren Ausrichtung mitbestimmen. Zudem wird das Schweizer Förderbudget mit Geldern von Horizon 2020 aufgestockt. Damit könnten zusätzliche Projekte mit Schweizer Partnern finanziert werden, schreibt der Bundesrat. Nach seinen Angaben gehört die Schweiz zu den erfolgreichsten Ländern in beiden Programmen. Zwischen 2008 und 2016 wurden 82 Schweizer Projektteilnahmen gefördert.

(AWP)