Schweiz und Argentinien wollen automatischen Informationsaustausch

Buenos Aires (awp/sda) - Die Schweiz und Argentinien wollen den automatischen Informationsaustausch (AIA) einführen. Die beiden Länder haben am Mittwoch in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires eine entsprechende Erklärung unterzeichnet.
16.11.2016 21:10

Damit stärke die Schweiz ihr Netz von AIA-Partnerstaaten, schreibt das Staatssekretariat für internationale Finanzfragen (SIF) in einer Mitteilung. Argentinien erfülle insbesondere die hohen Anforderungen an die Einhaltung des Spezialitätsprinzips und die Garantie der Vertraulichkeit der gelieferten Daten.

Geplant ist, die Daten gemäss dem globalen Standard für den AIA ab 2018 zu erheben und ab 2019 auszutauschen. Die Erklärung basiert auf dem von der OECD entwickelten internationalen Standard zum Informationsaustausch. Bisher haben sich fast 100 Staaten bereit erklärt, diesen Standard zu übernehmen.

Über die Einführung des AIA mit Argentinien wird das Finanzdepartement nun eine Vernehmlassung eröffnen. Anschliessend wird das Parlament entscheiden.

Unterzeichnet wurde die Erklärung von Staatssekretär Jörg Gasser in Anwesenheit des argentinischen Finanzministers Alfonso Prat-Gay. Auf Gassers Arbeitsbesuch sind auch die Rahmenbedingungen für Investitionen und Strukturreformen in Argentinien Thema.

(AWP)