Schweiz und Chile wollen automatischen Informationsaustausch

Zürich (awp) - Die Schweiz will den automatischen Informationsaustausch in Steuersachen (AIA) auch mit Chile einführen. Die beiden Länder hatten bereits Ende November eine entsprechende gemeinsame Erklärung unterzeichnet, wie das Eidgenössische Finanzdepartement (EFD) am Dienstag mitteilt. Die beiden Länder beabsichtigen, die Daten gemäss dem globalen AIA-Standard ab 2018 zu erheben und ab 2019 auszutauschen.
06.12.2016 11:21

Die Unterzeichnung der gemeinsamen Erklärung bestätige die von der Schweiz auf internationaler Ebene eingegangene Verpflichtung zur Umsetzung des AIA-Standards, heisst es weiter. Die Schweiz stärke damit ihr Netz von AIA-Partnerstaaten. Chile erfülle insbesondere die hohen Anforderungen an die Einhaltung des Spezialitätsprinzips und die Garantie der Vertraulichkeit der gelieferten Daten, die für die Einführung des AIA vorausgesetzt werden.

Der Bundesrat hat das EFD ermächtigt, zur Einführung des AIA mit Chile und weiteren Ländern eine Vernehmlassung durchzuführen. Diese wurde am 1. Dezember eröffnet. Anschliessend wird das Parlament darüber befinden können.

In den vergangenen Tagen hatten die Schweizer Behörden bereits entsprechende Abkommen mit Neuseeland, San Marino, Südafrika, Indien, Argentinien, Brasilien, Uruguay und Mexiko unterzeichnet.

cp/tp

(AWP)