Schweizer Börse startet fester in den «Hexensabbat»

Die Schweizer Börse ist am Freitag leicht fester gestartet. Händler sagen, neben den positiven Vorgaben aus den USA und Fernost unterstützten verfallsbezogene Transaktionen den Markt.
15.03.2013 10:10
Höhere Umsätze dank «Hexensabbat»: Die Scheizer Börse am Freitag.
Höhere Umsätze dank «Hexensabbat»: Die Scheizer Börse am Freitag.
Bild: cash

Manche Anleger hätten sich für fallende Kurse positioniert und müssten nun Aktien kaufen. Der dreifache Eurex-Verfall "Hexensabbat" sorgt zum Teil für höhere Umsätze und grosse Kursbewegungen. "Vor allem im Spätgeschäft wird noch einiges gehen", sagt ein Händler.

Der SMI notiert um 0,1 Prozent höher bei 7853 Punkten. Der breite SPI legt ebenfalls 0,1 Prozent auf 7280 Zähler zu.

Bei den Standardwerten halten sich die Kursausschläge mit meist weniger als 1 Prozent vorerst in Grenzen. Die Aktien der beiden Luxusgüterhersteller Swatch und Richemont verlieren jeweils 0,8 Prozent und geben damit einen Teil ihrer Vortagesgewinne wieder ab.

Die stärksten Gewinne verbuchen die Aktien von Givaudan mit 0,9 Prozent Aufschlag. Höher gehandelt werden auch die beiden Pharma-Schwergewichte Novartis und Roche. JP Morgan hat Novartis auf "Overweight" hochgestuft und das Kursziel für Roche erhöht.

Nestlé, die am Vortag auf ein Rekordhoch gestiegen waren, ermässigen sich 0,2 Prozent.

Bankentitel leicht schwächer

Wenig verändert bis etwas schwächer sind die Bankaktien. UBS sind 0,1 Prozent leichter und Credit Suisse sinken um 0,6 Prozent. Die Versicherungsaktien zeigen sich bei meist geringen Kursausschlägen richtungslos.

Die Anteile zyklischer Firmen wie ABB, Adecco und Holcim bewegen sich um die Vortageskurse.

Im breiten Markt gibts grössere Ausschlage bei Firmen, die ihren Geschäftsabschluss veröffentlichten. Gewinnmitnahmen drücken die Partizipationsscheine von Lindt & Sprüngli 2 Prozent ins Minus. Der Edelschokolade-Hersteller hebt nach einem 10-prozentigen Gewinnanstieg die Dividende um 15 Prozent an. Enttäuscht zeigen sich Händler, dass die Firma keine eigenen Titel zurückkaufen will.

Dätwyler steigen um 2,7 Prozent. Der Mischkonzern verdiente 2012 um ein Drittel mehr und erhöht die Dividende um einen Fünftel.

Dufry gewinnen 1,1 Prozent. Der Duty-free-Shop-Betreiber steigerte den Jahresgewinn um 17 Prozent.

Die Aktien von Inficon reagieren auf eine Kaufempfehlung der UBS mit einem Kursanstieg von 2 Prozent.

(Reuters)