Seco erhöht Wachstumsprognose für 2016 leicht

Die Schweizer Wirtschaft hat nach Ansicht der Konjunkturexperten des Bundes wieder Tritt gefasst. Insbesondere der Aussenhandel dürfte vermehrt zum Wachstum beitragen. Die Ökonomen erhöhen daher ihre Wachstumsprognose.
20.09.2016 08:08
Bessere Aussichten für die Schweiz: Das Bundeshaus in Bern.
Bessere Aussichten für die Schweiz: Das Bundeshaus in Bern.
Bild: Pixabay

Die Konjunkturperspektiven für die Schweiz haben sich laut den Ökonomen des Bundes seit der letzten Prognose vom Juni leicht verbessert. Die neuste Schätzung geht für das laufende Jahr von einem Wachstum von +1,5% (bisher: +1,4%) aus. Für 2017 bleiben die Ökonomen des Staatsekretariats für Wirtschaft (Seco) bei ihrer Prognose von +1,8%, wie sie am Dienstag mitteilten.

Die Schweizer Wirtschaft habe in den vergangenen Quartalen wieder Tritt gefasst, heisst es im Kommentar. Die Expertengruppe des Bundes gehe derzeit von einer Fortsetzung der moderaten Konjunkturerholung im Euroraum und in der übrigen Welt aus. Unter dieser Voraussetzung sei für die Schweiz mit positiven Impulsen vom Aussenhandel und einer langsamen Festigung der konjunkturellen Erholung zu rechnen.

Die aktuelle Entwicklung der Indikatoren lasse für das zweite Halbjahr aber eine eher "gemächliche wirtschaftliche Expansion" erwarten, wird zugleich betont. Es sei somit mit einem weniger schwungvollen Plus als im zweiten Quartal zu rechen.

Arbeitslosigkeit dürfte zurückgehen

Mit der wirtschaftlichen Erholung dürfte auch der seit 2015 andauernde leichte Anstieg der Arbeitslosigkeit allmählich ausklingen, schreiben die Experten des Bundes weiter. Sie gehen für 2016 und 2017 von einer durchschnittlichen Arbeitslosenquote von 3,3% aus. Im Juni hatten sie noch Werte von je 3,4% prognostiziert.

Mit ihrer BIP-Prognose liegt das Seco im Rahmen der kürzlich veröffentlichten Prognosen der SNB, der Credit Suisse und von BAK Basel. Diese erwarten für das laufende Jahr ebenfalls ein Wachstum von etwa 1,5%. Die 2017er-Prognosen von CS und BAK Basel lauten auf +1,5% und +1,7%.

(AWP)