Sicherheitsfirma vermutet Nordkorea hinter globalem Hackerangriff

Die IT-Sicherheitsfirma Symantec hält bei der weltweiten Cyber-Attacke mit der Schadsoftware WannaCry eine Verbindung zu Nordkorea mittlerweile für "sehr wahrscheinlich".
23.05.2017 11:30

Das US-Unternehmen habe mehrfach vorkommende Code-Elemente gefunden, die sowohl in früheren Versionen von WannaCry benutzt worden seien als auch bei anderen Programmen der als Lazarus bezeichneten Hackergruppe, hinter der viele Experten Nordkorea vermuteten.

Zudem sei die gleiche Internet-Verbindung genutzt worden, um eine erste Version von WannCry auf zwei Computern zu installieren und um mit einem Programm zu kommunizieren, das vor zwei Jahren Daten bei Sony Pictures zerstört habe, teilte Symantec am Montag mit. Für die Hackerattacke auf Sony im Jahr 2014 hatten die USA und private IT-Firmen die Regierung in Pjöngjang verantwortlich gemacht.

Nordkorea hatte vergangene Woche den Verdacht auf die Verantwortung für die WannaCry-Hackerattacke als "lächerlich" zurückgewiesen. Das Erpresser-Programm hat mehr als 300'000 Rechner in vielen Ländern der Erde befallen. Nutzer wurden für eine Freigabe blockierte PCs aufgefordert, Lösegeld mit Hilfe der elektronischen Währung Bitcoin zu überweisen.

(AWP)