Siedlungen sind auf Kosten der Landwirtschaftsflächen gewachsen

Neuenburg (awp/sda) - Im westlichen Teil der Schweiz hat die Siedlungsfläche innert 33 Jahren um fast ein Drittel zugenommen. Das Wachstum erfolgte vor allem zu Lasten der Landwirtschaftsflächen, die um die eineinhalbfache Grösse des Neuenburgersees zurückging.
24.11.2016 14:43

Die Ausdehnung der Siedlungsfläche entsprach pro Jahr der Fläche von über 1400 Fussballfeldern, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Donnerstag in Neuenburg bekannt gab.

Allerdings hat sich das Siedlungswachstum in den untersuchten acht Kantonen Freiburg, Solothurn, Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Waadt, Neuenburg, Genf und Jura abgeschwächt.

Eine Ausnahme bildete der Kanton Freiburg, wo das Wachstum der Siedlungsflächen in den Jahren 2006 bis 2015 nach zwei Zeitintervallen mit einem Rückgang wieder leicht anstieg.

Am stärksten abgenommen hat das Wachstum der Siedlungen im Kanton Jura. Das zweitkleinste Siedlungswachstum wies der Kanton Genf auf. Im Kanton Basel-Stadt konnte sich die Siedlungsflächen in den 33 Jahren nicht mehr ausdehnen.

Das Wachstum der Siedlungen ging hauptsächlich auf Kosten der Landwirtschaftsflächen, die pro Jahr um durchschnittlich 1100 Hektaren abgenommen haben. Innert 33 Jahren ging sie um 5,9% zurück. Der Anteil der Landwirtschaftsfläche an der Gesamtfläche des westlichen Drittels der Schweiz sank in der untersuchten Zeitperiode von 48 auf 45%.

Die Angaben stützen sich auf die gegenwärtig laufende vierte Erhebung der Arealstatistik, wie das BFS weiter schreibt. Für 31,1% der Gesamtfläche der Schweiz ist sie bereits abgeschlossen. Sie erlaubt erstmals statistisch gesicherte Aussagen zum Wandel der Bodennutzung in den westlichen Landesteilen über drei Zeitintervalle mit einer Gesamtdauer von 33 Jahren zwischen 1982 und 2015.

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(AWP)