Sieg der Autolobby: Trump stellt Umweltregeln auf den Prüfstand

US-Präsident Donald Trump hat eine Überprüfung von Umweltregeln angeordnet, die den Autoherstellern Kosten in Milliardenhöhe verursachen würden. Damit werde "eine neue Ära für die Schaffung amerikanischer Jobs" eingeläutet, sagte Trump am Mittwoch bei einer Rede in Ypsilanti nahe der US-Autometropole Detroit.
15.03.2017 21:07

Der Präsident macht den Weg frei, eine noch kurz vor der Amtsübergabe von der vorigen Regierung beschlossene Verschärfung der Vorschriften zum Treibstoffverbrauch und Abgasausstoss wieder zurückzudrehen. "Diese Standards sind teuer für die Autobauer und die US-Bürger", verkündete Scott Pruitt, der neue Chef des Umweltamts EPA.

Trump hatte den bekennenden Klimawandel-Skeptiker Pruitt unter heftigem Protest von Umweltschützern und Opposition an die Spitze der Behörde befördert. Die Entscheidung, die Regeln wieder auf den Prüfstand zu stellen, ist ein grosser Sieg für die Autolobby. Die Branche hatte vehement gegen den Beschluss vom Januar protestiert.

Es geht um viel Geld. Die EPA hatte bei Erlass der Standards kalkuliert, dass es die Hersteller rund 33 Milliarden Dollar kosten würde, die neuen Auflagen bis Ende 2025 zu erfüllen.

(AWP)