Sondereffekt - Schweizer Regierung senkt Wachstumsprognose

Das Seco muss seine Konjunkturprognose für das laufende Jahr nach unten korrigieren. Der Hauptgrund liegt in einer neuen Berechnungsmethodik des BIP.
21.09.2017 08:20
Die Schweizer Wirtschaft wächst langsam aber stetig.
Die Schweizer Wirtschaft wächst langsam aber stetig.
Bild: Pixabay

Denn neu kalkuliert das Bundesamt für Statistik (BFS) bei der Berechnung des Wirtschaftswachstums auch die Lizenzerträge aus grossen Sportereignissen mit ein. So rechnet der Bund mit Wachstum von 0,9 Prozent anstatt 1,4 Prozent.

Weil im vergangenen Jahr die Fussball-Europameisterschaft stattfand, habe dies die BIP-Zahlen massgeblich beeinflusst, sagt Eric Scheidegger, Leiter der Direktion Wirtschaftspolitik beim Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Donnerstag auf Anfrage.

In der Mitteilung zur neusten Konjunkturprognose wird dies als Sondereffekt in der Branche "Unterhaltung und übrige Dienstleistungen" ausgewiesen. Dieser Effekt habe massgeblich zur Abschwächung des BIP-Wachstums zum Jahreswechsel 2016/2017 beigetragen. Laut Scheidegger läge die Seco-Prognose ohne diesen Sondereffekt wohl bei 1,3 oder 1,4 Prozent anstatt der nun prognostizierten 0,9 Prozent.

2018 rechnet das Seco neu mit einem Wirtschaftswachstum von 2,0 Prozent statt bis anhin 1,9 Prozent. Positive Impulse kommen demnach namentlich von der mittlerweile gefestigten Weltkonjunktur: Die grossen Industrieländer sowie die meisten Schwellenländer seien bis zuletzt robust gewachsen, und der Welthandel sei weiterhin gestiegen, heisst es dazu.

(SDA)