S&P: Schweiz würde ein Brexit mit am stärksten treffen

Zürich (awp) - Die Schweiz würde wohl von einem möglichen Brexit mit am stärksten getroffen. Zu diesem Urteil kommen die Experten von Standard & Poor's (S&P) in einer aktuellen Studie. Hierbei landet die Schweiz auf dem fünften Rang hinter Irland, Malta, Luxemburg und Zypern. Dies liege vor allem an den hohen ausländischen Direktinvesitionen (FDI) sowie an den substantiellen Handels- und Derivatpositionen der Schweizer Banken über ihre Tochterfirmen, so die Analysten.
09.06.2016 13:36

Auch wenn die Experten in ihre Berechnungen eines Sensitivitätsindikators keine Währungsrisiken mit einfliessen lassen, wollen sie dennoch die zu erwartende Aufwertung des Franken bei einem EU-Austritt Grossbritanniens herausstellen. Zusammen mit den nordischen Währungen sei der Franken besonders verletzlich, wenn der Markt auf der Suche nach sicheren Häfen sei.

Untersucht wurden die Auswirkungen auf 20 Länder, der "Brexit-Sensitivity-Index" rangiert dabei von 3,5 für Irland bis hin zu 0,3 für Österreich. Der Mittelwert liegt bei 0,8, die Schweiz erhält einen Wert von 2,0.

dm/ra

(AWP)