S&P warnt vor wirtschaftlichen Auswirkungen von Katalonien-Konflikt

Die Ratingagentur Standard & Poor's hat vor wirtschaftlichen Auswirkungen des Katalonien-Konfliktes gewarnt. Zwar gehe man davon aus, dass die Region ein Teil Spaniens bleibe, erklärte das Unternehmen am Freitagabend. Sollte der Streit nicht eingedämmt werden, könne er sich aber auf das Geschäftsklima und Investitionen auswirken.
30.09.2017 08:56

S&P bestätigte trotz des Konfliktes die spanische Bonitätsnote von BBB+ bei einem positiven Ausblick. Damit kann die Regierung in Madrid auf eine Hochstufung hoffen.

Die Experten begründeten ihre Entscheidung mit einem überdurchschnittlich starken Wirtschaftswachstum, das in diesem Jahr voraussichtlich bei drei Prozent liegen werde. Bonitätsnoten können sich darauf auswirken, zu welchen Kosten sich Regierungen Geld von Investoren leihen können.

Die katalanische Regionalregierung will die Bürger der vergleichsweise wohlhabenden Region am Sonntag über eine Unabhängigkeit abstimmen lassen. Nach Ansicht der spanischen Regierung verstösst dies gegen die Verfassung. Deswegen wurden Tausende Polizisten nach Katalonien entsandt, um das Referendum zu verhindern, das auch gerichtlich untersagt wurde.

(AWP)