Spätsommer und Herbst hoben Weinlese 2016 auf Durchschnitts-Niveau

Ein beständiger Spätsommer und ein warmer Herbst haben den Schweizer Weinbauern 2016 die Weinlese gerettet. Insgesamt resultierte mit 105 Millionen Litern eine Ernte im langjährigen Durchschnitt. In den verschiedenen Weinbauregionen gab es jedoch grosse Unterschiede.
09.03.2017 13:23

Die Erntemenge lag rund ein Viertel über der Vorjahresmenge, wobei 2015 die Erträge auf einem Rekordtief lagen, wie das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) am Donnerstag mitteilte. Deutlich mehr Trauben gelesen wurden vor allem in der Westschweiz und im Tessin.

Während in der Romandie 19,7 Millionen Liter (plus 29,4 Prozent) mehr geerntet wurden, waren es im Tessin 1,5 Mio. Liter (+32,5%) mehr. In den grössten Weinbaukantonen der Deutschschweiz lagen die Erträge aber noch unter denjenigen von 2015.

So wurde unter anderem in Zürich, Schaffhausen, Graubünden und Aargau insgesamt ein Rückgang von 0,8 Millionen Liter verzeichnet, was einem Minus von 6,1 Prozent entspricht. Das Weinjahr 2016 hatte mit nassem und kalten Wetter von April bis im Frühsommer schlecht begonnen.

Die Niederschläge sorgten zudem für einen starken Befall durch Mehltau. Erst als im Juli das Wetter besserte, wendete dich das Blatt noch zum Guten. Allerdings seien die Sorgen der Weinbauern nicht kleiner geworden, weil ein massiver Befall an Kirschessigfliegen einsetzte, wie das BLW festhielt. Die Rebfläche blieb bei rund 15'000 Hektaren konstant.

(AWP)