SPD hat Vorbehalte gegen Börsengang der Bahn-Tochter Arriva

BERLIN (awp international) - Die SPD hat angesichts des britischen Votums für einen EU-Austritt Vorbehalte gegen einen Börsengang der Bahn-Tochter Arriva angemeldet. "Ich bin skeptisch, ob Bahnchef Rüdiger Grube angesichts des Brexits gut beraten ist, mit Arriva jetzt an die Londoner Börse zu gehen", sagte SPD-Fraktionsvize Sören Bartol dem Magazin "Der Spiegel". Er glaube nicht, dass sich damit aktuell die Einnahmen erzielen liessen, die der bundeseigene Konzern zur Finanzierung seiner Wachstumsstrategie brauche.
05.09.2016 11:45

Grube will Minderheitsanteile der weltweit tätigen Logistiktochter Schenker und der Tochter Arriva verkaufen, die den Personenverkehr im Ausland bündelt. Die Bahn stellt sich nach dem Brexit-Votum auf mögliche Nachteile in Grossbritannien ein. Grube hatte Ende Juli aber betont: "Wir werden nichts Unvernünftiges tun. Wir werden keine Werte vernichten." Ende des Jahres will der Vorstand dem Aufsichtsrat ein Konzept für eine Teilprivatisierung der beiden Töchter vorlegen./sam/DP/stb

(AWP)