Staatshilfen oder nicht? - Italiens Krisenbanken weiter im Ungewissen

Im Ringen um Staatshilfen für die beiden italienischen Krisenbanken Popolare di Vicenza und Veneto Banca ist bislang keine Lösung in Sicht.
25.05.2017 14:51
Ein Zeuge vergangener Grösse: Das Kolosseum in Rom.
Ein Zeuge vergangener Grösse: Das Kolosseum in Rom.
Bild: Pixabay

Italiens Wirtschaftsminister Pier Carlo Padoan kündigte am Donnerstag weitere Gespräche mit den EU-Behörden an, nachdem diese am Mittwoch Rettungsvorschlägen der Regierung in Rom eine Absage erteilt hatten.

Den beiden Instituten fehlen laut Europäischer Zentralbank (EZB) zusammen 6,4 Milliarden Euro an Kapital. Sie beantragten bereits Mitte März Staatshilfen. Die EU-Behörden machen allerdings zur Bedingung, dass sich private Geldgeber mit einer Finanzspritze über eine Milliarde Euro an der Rettungsaktion beteiligen.

Die italienische Regierung wollte erreichen, dass dieser Beitrag auch geringer ausfallen darf. Dies lehnte die EU bei einem Treffen mit Vertretern des italienischen Finanzministeriums und der Banken am Mittwoch allerdings ab.

Padoan erklärte nun, die Zusammenkunft sei nur eine von zahlreichen anderen gewesen, bei denen es um die technischen Details der Staatshilfen gehe. Alle Seiten wollten eine Lösung finden, die einerseits die Stabilität der beiden Banken sichere und die Sparer schütze sowie andererseits mit den europäischen Vorgaben in Einklang stehe.

Im Dezember hatte die italienische Regierung einen Bankenhilfsfonds im Gesamtvolumen von 20 Milliarden Euro aufgelegt. Der Topf wurde bereits angezapft, um die in Schieflage befindliche Monte dei Paschi di Siena zu retten.

(AWP)