Ständerat spricht zusätzliche 255 Mio CHF für Hochschulen

Bern (awp/sda) - Der Ständerat hat im Zug der Debatte über die Fördermittel für Bildung, Forschung und Innovationen (BFI) zusätzliche 255 Mio CHF für die ETH, die Hochschulen und die Fachhochschulen gesprochen. 160 Mio entfallen auf den ETH-Bereich.
13.09.2016 10:15

Die Eidgenössischen Technischen Hochschulen (ETH) will die kleine Kammer in den Jahren 2017 bis 2020 stärker unterstützen als der Bundesrat und auch als der Nationalrat. Sie sprach zusätzliche 160 Mio CHF und stockte den Posten in der BFI-Botschaft damit auf 10,338 Mrd CHF auf.

ETH ENTGEGENGEKOMMEN

Mit dem Beschluss vom Dienstag kommt der Ständerat den ETH entgegen. Diese hatten sich gegen das Ansinnen des Bundesrates gewehrt, die Ausgaben für den ETH-Bereich im Vergleich mit anderen BFI-Bereichen nur unterdurchschnittlich steigen zu lassen.

Die kleine Kammer folgte mit 33 zu 11 Stimmen seiner Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur (WBK). WBK-Vizepräsident Ruedi Noser (FDP/ZH) verwies auf die gestiegenen Studierenden- und Doktorandenzahlen und den langsamer wachsenden Beitrag des Bundes.

Pro Studentin und Student sei damit weniger Geld verfügbar, und das Betreuungsverhältnis zwischen Dozierenden und Studierenden habe sich verschlechtert. Die ETH verzeichne das geringste finanzielle Wachstum aller BFI-Akteure. "Die Wirtschaft ist aber auf die Spitzenforschung und auf ETH-Absolventen angewiesen."

Der Bundesbeitrag für Betrieb und Investitionen der Eidgenössischen Technischen Hochschulen ist der grösste Posten im Paket für die Förderung von Bildung, Forschung und Innovation (BFI) in den Jahren 2017 bis 2020.

Mehr Geld will der Ständerat auch den Hochschulen und den Fachhochschulen gewähren. Die Grundbeiträge an die Hochschulen erhöhte er auf Antrag der WBK um 55 Mio auf rund 2,81 Mrd CHF, die Grundbeiträge an Fachhochschulen um 40 Mio auf rund 2,19 Mrd CHF.

100 MILLIONEN FÜR HUMANMEDIZIN

Genehmigt hat der Ständerat mit den Beiträgen an die Hochschulen auch 100 Mio CHF für die Ausbildung von zusätzlichen Humanmedizinerinnen und -medizinern. Joachim Eder (FDP/ZG) pochte dabei auf eine Koordination zwischen den Hochschulen, die an der Einrichtung von zusätzlichen Studienplätzen interessiert seien.

(AWP)