Ständerates-Kommission gegen Ausnahmen bei Begrenzung des Pendlerabzugs

Bern (awp/sda) - Bei der Begrenzung des Steuerabzugs für Pendler soll es keine Ausnahme geben für Inhaber von Geschäftsfahrzeugen. Die Verkehrskommission des Ständerates (KVF) beantragt ihrem Rat, eine Motion mit diesem Anliegen abzulehnen.
06.09.2016 15:53

Eine starke Minderheit befürwortet den Vorstoss von Erich Ettlin (CVP/OW) allerdings. Entschieden hat die Kommission mit 6 zu 5 Stimmen, wie die Parlamentsdienste am Dienstag mitteilten.

Der Steuerabzug für Pendler auf Bundesebene wurde mit der Fabi-Vorlage auf 3000 CHF pro Jahr beschränkt. Ettlin verlangt nun eine Umsetzung, die gewährleistet, dass Arbeitnehmende mit einem Geschäftsfahrzeug steuerlich nicht stärker belastet werden.

Der Bundesrat beantragt den Räten, den Vorstoss abzulehnen. Würden die Kosten für den Arbeitsweg bei Arbeitnehmern mit Geschäftsfahrzeug über die Limite von 3000 Franken hinaus zum Abzug zugelassen, so würden diese gegenüber Arbeitnehmenden ohne Geschäftsfahrzeug bevorzugt, schrieb er in seiner Antwort.

Die in der Bundesverfassung verankerten Grundsätze der Besteuerung sähen aber eine Gleichbehandlung der Steuerpflichtigen vor. Folglich seien alle Arbeitnehmenden in Bezug auf die Abzüge für Berufskosten gleich zu behandeln.

(AWP)