Steuerbelastung in Kantonen und Gemeinden bleibt stabil

Bern (awp/sda) - In den Kantonen und Gemeinden bleibt die Steuerbelastung im kommenden Jahr mehr oder weniger stabil, nämlich bei durchschnittlich 25,4%. 16 Kantone schöpfen weniger Steuern aus und acht mehr. Am tiefsten bleibt die Belastung im Kanton Schwyz.
01.12.2016 12:55

In zwei Dritteln der Kantone bleibe die Steuerbelastung konstant, teilte die Eidg. Finanzverwaltung (EFV) am Donnerstag zum Steuerausschöpfungsindex 2017 mit. Dieser bildet das Verhältnis ab zwischen den effektiven Einnahmen aus Steuern und dem Ressourcenpotenzial, also der Wirtschaftskraft der Kantone.

Das Ressourcenpotenzial entspricht dem Steuersubstrat, dem Wert, den ein Kanton fiskalisch ausschöpfen kann. Es wird auf der Grundlage der steuerbaren Einkommen und Vermögen von Privaten sowie den steuerbaren Gewinnen der Unternehmen berechnet.

SCHWYZ ERNEUT MIT TIEFSTER BELASTUNG

Am tiefsten liegt die steuerliche Belastung mit 10,6% in Schwyz. Die Zentralschweizer Kantone Zug und Nidwalden liegen ebenfalls deutlich unter dem Schweizer Durchschnitt. Auch in grösseren Kantonen wie Luzern, Zürich oder Aargau liegt die Steuerausschöpfung noch unter dem Schweizer Mittel.

Am anderen Ende der Skala liegen die Westschweizer Kantone und Bern. Der Kanton Genf ist mit 35,1% erneut Spitzenreiter. Danach folgen Waadt, Jura, Bern, Neuenburg und Wallis.

Am stärksten nahm die Steuerbelastung in Basel-Stadt (-1,5 Prozentpunkte) und in Neuenburg (-1,3) ab. In acht Kantonen wurde die Ausschöpfung des Ressourcenpotenzials hingegen ausgeweitet - am meisten in Waadt (+1,1), Genf und Schaffhausen (je +0,9).

Die Gründe für die Veränderung der Steuerausschöpfung sind nicht auf den ersten Blick ersichtlich. Da der Index das Verhältnis von effektiven Steuereinnahmen und Ressourcenpotenzial abbildet, spielen Veränderungen bei beiden Indikatoren eine Rolle.

mk

(AWP)