Streiks in Griechenland stoppen Fährverkehr und Nachrichten

Aus Protest gegen weitere geplante Sparmassnahmen sind die Seeleute der griechischen Küstenschifffahrt am Dienstag in einen 48-stündigen Streik getreten. Zudem gab es im Radio- und Fernsehen keine Nachrichten. Die griechischen Journalisten legten am Dienstag für 24 Stunden die Arbeit nieder.
16.05.2017 08:54

Die Folge des Seeleute-Streiks: In der Ägäis und im Ionischen Meer ist am Dienstag keine Fähre ausgelaufen, wie die Küstenwache mitteilte. Inseln ohne Flughafen werden damit am Dienstag und Mittwoch praktisch von der Aussenwelt abgeschnitten bleiben. Wegen des Journalistenstreiks gab es im Radio und Fernsehen keine Nachrichten. Am Mittwoch werden dann auch keine Zeitungen erscheinen.

Die Streikenden protestierten damit unter anderem gegen neue geplante Rentenkürzungen und die in ihrer Branche weit verbreitete Schwarzarbeit, wie die Gewerkschaft der Seeleute (PNO) mitteilte. In Griechenland wird am Mittwoch und Donnerstag mit Streiks auch in anderen Bereichen wie im Nahverkehr und beim Staat gerechnet.

Am Donnerstag soll das griechische Parlament ein neues Sparpaket billigen, das Rentenkürzungen und Steuererhöhungen in Höhe von gut 4,9 Milliarden Euro beinhaltet. Es ist Voraussetzung für weitere Finanzspritzen seitens der Gläubiger des Landes. Griechenland muss im Juli mehr als sieben Milliarden Euro Schulden bei der Europäischen Zentralbank und beim Internationalen Währungsfonds begleichen./tt/DP/zb

(AWP)