Streit bei neuer Rentenreform ist programmiert

Nach dem Scheitern der Rentenreform haben die Spitzen der vier grossen Parteien die Linien für eine künftige Reform vorgegeben. Der Streit ist programmiert.
24.09.2017 19:55

Die FDP will zuerst die AHV finanziell auf gesunde Beine stellen. In die erste Säule müssten mehr finanzielle Mittel fliessen, sagte Parteipräsidentin Petra Gössi zu sda-Video. Dazu brauche es eine moderate Erhöhung der Mehrwertsteuer und eine Anpassung des Frauenrentenalters. In einem zweiten Schritt solle dann die zweite Säule angegangen werden.

Ähnlich sieht es SVP-Parteipräsident Albert Rösti. Nach dem Nein habe die Sicherung der AHV Vorrang. Die beiden Säulen gelte es getrennt zu sanieren und nicht in einem Paket. Rösti hält eine Erhöhung der Mehrwertsteuer um 0,3 Prozent für vertretbar.

Für CVP-Präsident Gerhard Pfister ist es enorm schwierig zu sagen, wie es weitergeht. Der gescheiterte Kompromiss sei Plan A und Plan B gewesen. Die Partei müsse nun die Situation zuerst analysieren.

Klare Forderungen stellt die SP. Die roten Linien für die Partei seien eine Senkung der Renten, eine Erhöhung des Rentenalters über 65 Jahre und ein Frauenrentenalter 65 ohne Kompensation, erklärte SP-Präsident Christian Levrat.

(AWP)