Streit um Verteidigungsbudget in Frankreich

Ein Streit um das französische Verteidigungsbudget in Frankreich hat rund um den französischen Nationalfeiertag für Misstöne gesorgt. Generalstabschef Philippe de Villiers hatte sich laut übereinstimmenden Medienberichten gegenüber Parlamentariern heftig gegen Sparpläne der Regierung gewandt. Präsident Emmanuel Macron äusserte sich daraufhin bei einem Empfang am Vorabend der traditionellen Militärparade auf den Champs-Élysées verstimmt, ohne De Villiers beim Namen zu nennen.
14.07.2017 17:28

"Ich gehe für meinen Teil davon aus, dass es nicht würdig ist, gewisse Debatten im öffentlichen Raum auszutragen", sagte der Staatschef am Donnerstagabend. "Ich bin Ihr Chef. Die Verpflichtungen, die ich vor unseren Mitbürgern und den Streitkräften eingehen, weiss ich zu einzuhalten."

Die Regierung will beim Verteidigungsministerium in diesem Jahr 850 Millionen Euro einsparen. Dies ist Teil einer 4,5-Milliarden-Spar-Anstrengung quer durch die Ministerien - damit will Frankreich verhindern, erneut gegen die europäische Defizitgrenze zu verstossen. Premierminister Edouard Philippe sagte am Freitag dem Sender BFMTV, dass De Villiers "selbstverständlich" im Amt bleiben könne. Macron hatte zugesagt, das Verteidigungsbudget 2018 anzuheben./sku/DP/mis

(AWP)