Studie: Lebenszufriedenheit der Griechen auf dem Tiefpunkt

ATHEN (awp international) - Die schwere, seit Jahren währende Finanzkrise in Griechenland hat dazu geführt, dass ein Grossteil der Menschen pessimistisch in die Zukunft schaut. Das ist das Ergebnis der aktuellen Studie "Life in Transit" der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD). In Griechenland gaben demnach lediglich 24 Prozent der Menschen an, mit ihrer Lebenssituation zufrieden zu sein. Zum Vergleich: Für Deutschland ermittelte die Studie einen Wert von 72 Prozent.
13.12.2016 15:03

Die Ergebnisse zeichneten ein "schwarzes Bild der aktuellen wirtschaftlichen Situation" Griechenlands, bilanzierten die Verfasser. Befragt worden waren insgesamt 51 000 Haushalte in mehr als 30 Ländern; Griechenland wurde dabei erstmals in die Studie aufgenommen und liegt in vielen Kernfragen weit hinter dem Mittelfeld, was die Lebenszufriedenheit betrifft.

Die Krise habe den Konsum der Menschen in dem notorisch pleitebedrohten Land stark gesenkt und das Vertrauen in politische Institutionen zerstört, hiess es weiter. Nur 16 Prozent der Befragten gingen davon aus, dass sich ihre Einkommenssituation in den kommenden vier Jahren positiv verändern werde (in Deutschland: 48 Prozent). Das belege, dass die Griechen trotz umfassender Reformen nicht mit einer Verbesserung der Situation rechneten./axa/DP/stb

(AWP)