Swiss fertigt Flugpassagiere für die USA ab wie bisher

Die Fluggesellschaft Swiss hat von den USA bisher keine Anordnung erhalten, um das Einreiseverbotes für gewisse Bürger aus sechs muslimischen Staaten auf ihren US-Flügen anzuwenden. Es werde vorgegangen wie bisher, hiess es bei Swiss am Donnerstag.
29.06.2017 16:05

Die Anordnung müsste von der US-Behörde für Sicherheit im Verkehrswesen (TSA) erfolgen. Swiss habe allerdings bis Donnerstag keine solche Anweisungen bezüglich des Einreiseverbots für Personen aus bestimmten muslimischen Ländern in die USA erhalten, sagte Swiss-Sprecherin Meike Fuhlrott auf Anfrage.

Deshalb gelte der Status quo. Alle Passagiere mit gültigen Reisedokumenten seien auf allen Swiss-Flügen in die USA flugberechtigt. Bei Flügen nach Nordamerika finde schon seit Jahren vor dem Abflug am Gate eine zusätzliche Dokumentenkontrolle statt. Dabei würden Daten mit den US-Behörden abgestimmt.

Sollte die neue Anordnung bei Swiss eintreffen, wäre die Fluggesellschaft verpflichtet, sich strikt daran zu halten. Ansonsten drohten Bussen. Auch müssten Personen, die unrechtmässig in die USA transportiert wurden, auf Kosten von Swiss wieder zurück in die Schweiz geflogen werden.

Swiss empfehle Flugreisenden im Zweifelsfall, sich frühzeitig an das nächstgelegene US-Konsulat oder die Botschaft zu wenden, sagte Fuhlrott weiter.

PRAXISÄNDERUNG FÜR WENIGE TAGE

Ende Januar hatte Swiss wie alle anderen Luftfahrtunternehmern die US-Einreisesperre umgesetzt. Es waren einige Dutzend Personen davon betroffen und es kam auch zu Rückflügen zulasten von Swiss. Es kam zu chaotischen Zuständen an den Flughäfen.

Wenige Tage später, nachdem ein US-Gericht die Sperre ausgesetzt hatte, kehrten die Fluggesellschaften wieder zur früheren Praxis zurück, die bis heute angewendet wird.

(AWP)