Swiss Re beobachtet und analysiert die möglichen Auswirkungen des Brexit

Zürich (awp) - Auch der Rückversicherer Swiss Re hat den Ausgang des EU-Referendums in Grossbritannien zur Kenntnis genommen und wird die sich daraus ergebenden Implikationen auf das Geschäft analysieren. Im Rahmen der laufenden Überprüfung potentieller politischer Risiken beobachte und analysiere ein internes Team des Rückversicherers die möglichen Auswirkungen des Austritts Grossbritanniens aus der EU, schreibt die Swiss Re am Freitag in einem Statement.
24.06.2016 08:56

Welchen Einfluss die Abstimmung haben werde, sei aber noch ungewiss, heisst es weiter. Denn es sei noch unklar, wie die nächsten Schritte der britischen Regierung aussehen werden. Daher sei es noch zu früh, um Aussagen dazu zu machen, wie die Gruppe auf die sich verändernde Ausgangslage reagieren wird. Als grosses Risiko bezeichnet Swiss Re die kurzfristig gestiegene Volatilität an den Finanzmärkten. Mittel- bis langfristig würden zudem auch regulatorische und Compliance-Risiken die Geschäftsentwicklung in Grossbritannien beeinflussen.

Auch Swiss Re sei im britischen Markt sowie im britischen Pfund engagiert, man sei aber ein weltweit stark diversifiziert ausgerichtetes Unternehmen. Swiss Re erziele rund zwei Drittel der Einnahmen ausserhalb Europas, so die Mitteilung. Man sei stark kapitalisiert und auch im Falle des sich nun nach der Brexit-Abstimmung unsicher werdenden Marktumfelds robust aufgestellt.

Ein besonderes Exposure weist Swiss Re in auf Pfund lautenden Anlagen in der Sparte Life Capital aus. Allerdings seien diese Assets auf langfristige Verpflichtungen im britischen Markt abgestimmt. Das gesamte GBP-Exposure beziffert Swiss Re auf rund 38 Mrd USD, wovon 10 Mrd in britischen Staatsanleihen und 19 Mrd in Unternehmensanleihen. Das Exposure in britischen Aktien sei dagegen sehr gering, so Swiss Re.

mk/ra

(AWP)