Teurere Krankenkassen dämpfen Einkommen um 0,2 Prozentpunkte

Neuenburg (awp/sda) - Das Wachstum der Krankenkassenprämien beeinflusst 2016 das verfügbare Durchschnittseinkommen um 0,2 Prozentpunkte. Dies hat das Bundesamt für Statistik mit dem Krankenversicherungsprämien-Index (KVPI) errechnet, wie es am Dienstag in Neuenburg mitteilte.
22.11.2016 11:25

Der KVPI erfasst die Prämienentwicklung der obligatorischen Krankenpflegeversicherung und der Krankenzusatzversicherung. Die Prämien für die Krankengrundversicherungen steigen 2016 um 4,8%. Diese Schätzung entspricht gemäss dem BFS der Prämienentwicklung des gesamten Versicherungsbestandes im Durchschnitt.

Die erhobenen Prämien für die Krankenzusatzversicherungen gehen um 2,9% gegenüber dem Vorjahr zurück. Damit sinken die Prämien der allgemeinen Spitalzusatzversicherung um 13,1%, während jene der halbprivaten um 0,7% und jene der privaten Spitalzusatzversicherung um 0,6% ansteigen.

Die Entwicklung der Krankenversicherungsprämien verringert gemäss der BFS-Schätzung das potenzielle Wachstum des geschätzten verfügbaren Durchschnittseinkommens zwischen 2015 und 2016 um 0,2 Prozentpunkte. Wären die Prämien im gleichen Zeitraum stabil geblieben, hätte dieses Geld den Haushalten zusätzlich für den Konsum oder zum Sparen zur Verfügung gestanden.

(AWP)