Thunberg vor Vereinten Nationen: 'Uns kann niemand stoppen'

Die schwedische Aktivistin Greta Thunberg hat nach den weltweiten Klimaprotesten vor den Vereinten Nationen den Kampf gegen die Klimakrise beschworen. "Gestern sind Millionen Menschen rund um den Globus marschiert und haben wirkliche Klimamassnahmen verlangt, vor allem junge Leute", sagte die 16-Jährige am Samstag in einer kurzen Ansprache beim UN-Jugendklimagipfel in New York. "Wir haben gezeigt, dass wir geeint sind und dass uns junge Leute niemand stoppen kann."
21.09.2019 18:09

Offiziellen Angaben zufolge wurden bei dem Treffen, das dem Klimagipfel mit Staats- und Regierungschefs am Montag vorgeschaltet ist, etwa 700 Teilnehmer erwartet. Bei der Veranstaltung sollen die Jungdelegierten Vorschläge für den Kampf gegen den Klimawandel erarbeiten. Die entwickelten Massnahmen sollen den Staats- und Regierungschefs unterbreitet werden. Auch UN-Generalsekretär António Guterres war bei dem Jugendgipfel dabei - vor allem als Zuhörer.

Trotzdem aber hielt auch Guterres eine Ansprache: "Das ist eines der Probleme der weltweiten Anführer: dass sie zu viel reden und nicht genug zuhören", sagte er. Noch vor einigen Jahren habe er sich entmutigt gefühlt angesichts des voranschreitenden Klimawandels und der mangelhaften Handlungen der Politiker. "Und plötzlich habe ich gespürt, dass da ein neuer Impuls war, der zunahm. Und der kam zu einem grossen Teil von der Jugendbewegung", so Guterres.

Mittlerweile gebe es einen Wandel und Umdenken in der Politik, aber es müsse noch mehr getan werden, um das Rennen in der Klimakrise nicht zu verlieren. Einige Leute hätten ihn gewarnt, vorsichtig mit der Unterstützung der jungen Aktivisten zu sein. "Ich bin aber überhaupt nicht vorsichtig, ich ermutige euch, weiterzumachen." Seine eigene Generation müsse für ihren Umgang hinsichtlich des Klimas zur Rechenschaft gezogen werden.

Der Gipfel fand einen Tag nach den weltweiten Klimastreiks statt, bei denen Greta Thunberg am Freitag vor Zehntausenden Menschen in New York gesprochen hatte. An den Protesten hatten Hunderttausende Menschen in Dutzenden Ländern teilgenommen./scb/DP/zb

(AWP)