Trotz Brexit: London will weiter Zugang zum EU-Binnenmarkt

Premierministerin Theresa May will für britische Unternehmen auch nach dem EU-Austritt ihres Landes grösstmöglichen Zugang zum Europäischen Binnenmarkt sichern.
12.10.2016 16:07
Die britische Premierministerin Theresa May will EU-Zugang für Unternehmen trotz Brexit.
Die britische Premierministerin Theresa May will EU-Zugang für Unternehmen trotz Brexit.
Bild: Bloomberg

Bei den anstehenden Brexit-Verhandlungen gehe es ihr um "den besten Deal" für Grossbritannien, sagte May am Mittwoch im Parlament. Einzelheiten nannte sie allerdings nicht.

Zuvor hatte es Spekulationen gegeben, die Regierung könnte einen "harten Brexit" anstreben - einen Ausstieg aus dem EU-Binnenmarkt ohne weitere Freihandelskonzessionen. Vor allem die Labour-Partei warf May vor, ihre Verhandlungsstrategie nicht deutlich zu machen, und forderte eine Abstimmung vor Beginn der Verhandlungen mit Brüssel. Auch einige Abgeordnete aus dem Regierungslager äusserten sich unzufrieden und verlangten mehr Mitsprache.

Brexit-Minister David Davis forderte, bei den Austrittsgesprächen müsse es eine Lösung geben, "die auf unsere Interessen zugeschnitten ist". Die offiziellen Verhandlungen mit Brüssel sollen nach dem Willen der Regierung bis Ende März beginnen und dürften rund zwei Jahre dauern.

Das britische Finanzministerium hatte erst am Dienstag vor erheblichen Kosten gewarnt, sollte Grossbritannien aus dem Europäischen Binnenmarkt ausscheiden. In diesem Fall könnte das Bruttoinlandsprodukt innerhalb der kommenden 15 Jahre um bis zu 9,5 Prozent schrumpfen, heisst es in einem internen Papier, aus dem die Zeitung "The Times" zitiert.

(AWP)

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