Trump: Clinton-Politik führt zu drittem Weltkrieg

Der republikanische US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump hat seiner Konkurrentin Hillary Clinton vorgeworfen, mit ihrer Syrien-Politik den Weltfrieden zu gefährden.
26.10.2016 01:00
Donald Trump an einer Wahlveranstaltung.
Donald Trump an einer Wahlveranstaltung.
Bild: Bloomberg

"Wir enden im dritten Weltkrieg über Syrien, wenn wir Hillary Clinton folgen", sagte Trump am Dienstag in einem Reuters-Interview. Clinton hatte sich für die Einrichtung von Flugverbotszonen und sicheren Bereichen zum Schutz der Zivilbevölkerung in Syrien starkgemacht. Einige Analysten hatten gewarnt, diese Gebiete abzusichern könnte zu einer direkten Konfrontation mit Russland führen.

"Du kämpfst (dann) nicht mehr gegen Syrien, du kämpfst gegen Syrien, Russland und den Iran, OK? Russland ist eine Atommacht, aber eine, in der die Bomben funktionieren, anders als in anderen Ländern, die nur reden", sagte Trump.

Der umstrittene Kandidat sprach sich dafür aus, dem Kampf gegen die Extremistenmiliz Islamischer Staat Vorrang vor allen anderen Zielen in der Außenpolitik einzuräumen. Auch die Entmachtung des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad - seit langem ein vorrangiges Ziel der US-Außenpolitik - sei nicht die wichtigste Priorität. "Assad ist zweitrangig für mich, hinter dem IS. Wir sollten uns auf den IS konzentrieren, nicht auf Syrien." 

(Reuters)