Trump lässt Chinas Handelspraktiken unter die Lupe nehmen

(Ausführliche Fassung) - Im Handelsstreit mit China hat US-Präsident Donald Trump die Behörden in Washington angewiesen, die Handelspraktiken Pekings genauer unter die Lupe zu nehmen. Trump unterzeichnete am Montag in Washington ein entsprechendes Memorandum. "Alle Optionen sind auf dem Tisch", sagte er bei der Unterzeichnung des Dokumentes am Montag an die Adresse seines Handelsbeauftragten Robert Lighthizer gerichtet. Konkrete Massnahmen wurden bisher nicht angekündigt.
14.08.2017 22:11

Lighthizer erklärte, das Memorandum habe oberste Priorität. Unter anderem soll es darum gehen, den Diebstahl geistigen Eigentums zu verhindern, etwa beim Kopieren von Patenten, bei der Umgehung von Markenschutz und beim Ausspionieren von vertraulicher Technik. "Wir werden genau untersuchen und wenn nötig handeln, um die Zukunft der US-Industrie zu erhalten", heisst es in einem Statement Lighthizers.

Trump wirft China seit langem unfaire Handelspraktiken vor. Unter anderem werfe Peking Stahl zu Dumpingpreisen auf den US-Markt. In der vergangenen Woche hatte das US-Handelsministerium Strafmassnahmen gegen chinesische Alufolien-Importe angekündigt. Chinesische Produzenten wollen sich dagegen juristisch wehren.

Trump hatte in der vergangenen Woche auch erklärt, er erwarte von China mehr Engagement bei der Lösung des Nordkorea-Konflikts und diese Frage direkt mit dem Handel verknüpft. China hatte eine Verknüpfung der beiden Politikfelder zurückgewiesen./dm/DP/he

(AWP)