Trump mit Saudi-Arabiens Darstellung zu Khashoggi 'nicht zufrieden'

US-Präsident Donald Trump hält die offizielle Erklärung Saudi-Arabiens zum gewaltsamen Tod des saudischen Journalisten Jamal Khashoggi nicht für ausreichend. "Ich bin nicht zufrieden mit dem, was ich gehört habe", sagte Trump am Montag in Washington vor einer Wahlkampfreise nach Texas. Der Präsident versprach: "Wir werden der Sache auf den Grund gehen." In den kommenden Tagen werde mehr über den Fall bekannt sein.
22.10.2018 21:56

Auf massiven Druck hin hatte die autoritäre Staatsführung Saudi-Arabiens die Tötung Khashoggis eingeräumt - demnach war der 59-Jährige bei einer Schlägerei umgekommen. Türkische Ermittler gehen nach Medienberichten dagegen davon aus, dass er von einem aus Saudi-Arabien angereisten 15-köpfigen Einsatzkommando im Konsulat gefoltert, ermordet und zerstückelt wurde.

Trump sagte am Montag, er habe in der Angelegenheit mit dem saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman gesprochen. Der Kronprinz steht wegen des Todes des Journalisten und Regimekritikers international unter grossem Druck. Trump wandte sich erneut dagegen, Geschäfte mit Saudi-Arabien wegen des Todes Khashoggis abzusagen. Er wolle saudische Investitionen in den USA nicht verlieren./cy/DP/he

(AWP)