Trump setzt sich für Änderung der Einwanderungsgesetzgebung ein

US-Präsident Donald Trump strebt eine Änderung der Einwanderungsgesetzgebung an, die deutlich mehr Wert auf Ausbildung und Fertigkeiten legt. "Wir wollen ein leistungsabhängiges System", sagte Trump am Mittwoch im Weissen Haus. Wenn künftig weniger Unqualifizierte in die USA einwanderten und in den Arbeitsmarkt drückten, würde mehr Chancengerechtigkeit für amerikanische Arbeiter herrschen.
02.08.2017 18:36

Für eine permanente Aufenthaltsgenehmigung und Arbeitserlaubnis (Greencard) solle demnach bevorzugt werden, wer Englisch spreche, gut ausgebildet sei und finanziell für seine Familie sorgen könne. Dies solle an Stelle familiärer Beziehungen oder einer Lotterie - beides Teil des jetzigen Systems - stehen.

Nach Angaben des Weissen Hauses wandern jährlich etwa eine Million Menschen in die USA ein, die überwiegend gering oder gar nicht qualifiziert sind.

Republikanische Senatoren wollen ein entsprechendes Gesetz in den Kongress einbringen. Ein ähnliches Gesetz war im Februar im Senat mangels Mehrheiten nicht weiter verfolgt worden. Das Gewicht des Präsidenten hinter einer Neufassung könnte die Debatte beeinflussen. Gleichwohl ist die Zukunft eines solchen Gesetzes völlig offen.

Die USA ringen seit langem und unter verschiedenen Präsidenten um Änderungen der Einwanderungsgesetzgebung. Unter Trump wurde die Politik gegen illegale Einwanderer drastisch verschärft./ki/DP/jha

(AWP)