Trump sieht Fortschritte in Beziehungen zwischen USA und China

(Zusammenfassung) - US-Präsident Donald Trump hat bei einem ersten Gipfeltreffen mit Chinas Staatschef Xi Jinping "enorme Fortschritte" in den schwierigen Beziehungen beider Länder ausgemacht. Trump sagte am Freitag in Florida bei der Fortsetzung von Gesprächen in seinem Anwesen Mar-al-Lago, es habe sich eine "herausragende Beziehung" zu Xi entwickelt. Er erwarte, dass sehr viele Probleme verschwinden könnten. Einzelheiten zu konkreten Inhalten des Treffens nannten allerdings weder Trump noch der chinesische Staatschef. Das zweitägige Treffen in Florida, das am späten Freitagnachmittag (Ortszeit) zu Ende gehen sollte, war vom US-Luftschlag auf einen syrischen Flugplatz überschattet worden.
07.04.2017 19:24

Das erste Aufeinandertreffen zwischen Trump und Xi wurde von den Konflikten um Handelsungleichgewichte und den richtigen Umgang mit Nordkoreas Atom- und Raketenprogramm dominiert.

Chinas Staats- und Parteichef Xi hatte nach dem ersten Tag seiner Gespräche angekündigt, die Kooperation mit Trump vertiefen zu wollen. Nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua sagte Xi, er sei bereit, mit Trump zusammenzuarbeiten, um das Verhältnis "von einem neuen Ausgangspunkt" aus voranzubringen. "Es gibt tausend Gründe, dass die chinesisch-amerikanischen Beziehungen funktionieren, aber keinen, sie auseinanderzubrechen."

Trump habe eine Einladung nach China angenommen und hoffe, zu einem frühen Zeitpunkt zu kommen, berichtete Xinhua. Xi habe ihn zu einem Staatsbesuch in diesem Jahr eingeladen.

Die USA hatten im Vorfeld des Treffens deutlich gemacht, China stärker in die Pflicht zu nehmen, um das nordkoreanische Atomprogramm zu beenden. US-Aussenminister Rex Tillerson hatte erklärt, China könne "Teil einer neuen Strategie" sein. China solle seinen Einfluss auf Nordkorea geltend machen. Die Regierung des kommunistischen Landes hatte zuletzt mehrfach mit Raketentests provoziert. Das wurde vom UN-Sicherheitsrat scharf verurteilt.

Trump hatte auf dem Flug nach Florida die Erwartung geäussert, dass sich China in den Konflikt stärker einbringt. Allerdings hatte dies auch schon die Regierung seines Vorgängers Barack Obama erfolglos gefordert.

Die Chinesen hatten zu einer Deeskalation der Lage aufgerufen. Der wichtigste Handelspartner Nordkoreas China trägt zwar alle UN-Sanktionen mit, er befürchtet aber eine militärische Eskalation oder einen Kollaps des Nachbarn. Als Ergebnis könnten Flüchtlinge nach China strömen.

Trump hatte vor kurzem mit der Ankündigung für Aufsehen gesorgt, die Krise in Nordkorea notfalls im Alleingang lösen zu wollen. Zu den Gesprächen mit Xi war neben Aussenminister Tillerson auch Verteidigungsminister James Mattis angereist.

Neben Nordkoreas Atomprogramm waren Handelsstreitigkeiten das grosse Thema bei den Gesprächen der Staatschefs. Die USA haben ein riesiges Defizit vor allem im Handel mit China. Sie werfen China, aber auch Deutschland "unfaire" Handelspraktiken zu Lasten der Amerikaner vor./dg/ki/lw/hoe/dm/DP/jha

(AWP)