Trump spricht bei UN-Vollversammlung - Spannungen mit dem Iran

Vor dem Hintergrund des Konflikts zwischen den USA und dem Iran beginnt am Dienstag (15.00 Uhr MESZ) die Generaldebatte bei der UN-Vollversammlung in New York. Mit Spannung wird die Ansprache von US-Präsident Donald Trump erwartet, der als einer der ersten Redner das Wort ergreifen wird. Im vergangenen Jahr hatte Trump der Führung in Teheran bei der UN-Vollversammlung vorgeworfen, "Chaos, Tod und Zerstörung" zu säen. Seitdem ist der Konflikt zwischen den USA und dem Iran gefährlich eskaliert.
24.09.2019 06:40

Zuletzt hat US-Aussenminister Mike Pompeo den Iran direkt verantwortlich gemacht für Angriffe auf wichtige Ölanlagen in Saudi-Arabien. Der Iran hat das wiederholt zurückgewiesen. Aus US-Regierungskreisen hiess es vor der UN-Generaldebatte, die Sorge über die vom Iran ausgehende eskalierende Gewalt werde ein wichtiges Thema bei der Vollversammlung werden. Die USA würden in New York mit Partnern und Verbündeten über eine "kollektive Antwort" beraten. Trump hat am Rande der Vollversammlung zahlreiche bilaterale Treffen.

Der iranische Präsident Hassan Ruhani wird am Mittwoch vor den Staats- und Regierungschefs bei den Vereinten Nationen sprechen. Vor seiner Abreise nach New York kündigte Ruhani in Teheran an, er wolle bei der UN-Vollversammlung für einen "langfristigen Frieden" im Nahen Osten werben. Trump hat mehrfach betont, er setze in dem Konflikt mit Teheran auf eine diplomatische Lösung. Irans Aussenminister Mohammed Dschawad Sarif hatte am Wochenende im US-Sender CBS dennoch bezweifelt, ob sich ein Krieg noch verhindern lasse./cy/DP/he

(AWP)