Trumps Anwalt bestreitet Ermittlungen wegen Justizbehinderung

Der Anwalt von Donald Trump hat Berichten widersprochen, wonach gegen den US-Präsidenten wegen Justizbehinderung ermittelt wird. Trumps Anwalt Jay Sekulow sagte dem Fernsehsender NBC, es gebe keine Untersuchung, und deshalb sei der Präsident auch nicht beunruhigt.
18.06.2017 21:42

Trump selbst bezeichnete sich am Sonntag im Kurzbotschaftendienst Twitter erneut als Opfer einer "Hexenjagd".

Sekulow sagte NBC: "Trump hat keine Angst vor Ermittlungen. Es gibt keine Ermittlungen gegen den Präsidenten der Vereinigten Staaten, Punkt." Der Anwalt sagte darüber hinaus dem Sender CBS, er habe vom Büro des Sonderermittlers Robert Mueller keine Mitteilung erhalten, dass dieser gegen Trump ermittle. Trump selbst hatte dagegen am Freitag erstmals auf Twitter geschrieben, gegen ihn werde ermittelt.

Die Äusserungen des Anwalts beziehen sich auf einen Artikel der "Washington Post". Die Zeitung hatte berichtet, Mueller untersuche in der Affäre um eine mögliche Beeinflussung des US-Wahlkampfes durch Russland nicht nur die dubiosen Moskau-Verbindungen in Trumps Umfeld.

Er habe auch den Präsidenten selbst im Visier, weil dieser womöglich die Ermittlungen zu torpedieren versucht habe, also wegen des möglichen Straftatbestands der Justizbehinderung.

Am Sonntag schrieb Trump auf Twitter, sein Programm unter dem Schlagwort "Make America Great Again" (Amerika wieder grossartig machen) komme "gut voran, trotz der Ablenkungen der Hexenjagd".

(AWP)