Trumps Kürzungsplan würde humanitäre Arbeit verunmöglichen

Falls die USA ihren Anteil am Budget der Vereinten Nationen tatsächlich kürzen sollten, würde dies die humanitäre Arbeit der Organisation "schlicht unmöglich" machen. Das sagte der Sprecher von UNO-Generalsekretär António Guterres, Stéphane Dujarric, am Mittwoch (Ortszeit) in New York.
25.05.2017 08:36

Der von US-Präsident Donald Trumps am Dienstag veröffentlichte vorläufige Entwurf für den Haushalt 2018 sieht vor, den US-Beitrag zu den weltweiten UNO-Friedenseinsätzen um etwa eine Milliarde Dollar zu kürzen.

"Ein Blick auf das Budget nach jetzigem Vorschlag würde es den Vereinten Nationen schlicht unmöglich machen, ihre Arbeit zur Förderung des Friedens, der Entwicklung, der Menschenrechte und der humanitären Unterstützung rund um die Welt fortzusetzen", sagte Dujarric. "Wir werden abwarten, wie sich die Situation entwickelt, aber wir werden Ressourcen brauchen, um unsere Aufträge zu erfüllen."

Der von Trumps Regierung vorgelegte Haushaltsentwurf ist zunächst vor allem eine Diskussionsgrundlage. Er muss von beiden Kammern des Kongresses beschlossen werden. In diesem parlamentarischen Prozess werden erhebliche Änderungen erwartet.

Die UNO-Botschafterin der USA, Nikki Haley, teilte mit, dass der Entwurf die "Realität abbilde, dass Ressourcen nicht unbegrenzt sind". Mit rund 28 Prozent des Budgets für Friedenseinsätze, das derzeit 7,9 Milliarden Dollar beträgt, schultern die USA mit Abstand den grössten Teil für die weltweiten UNO-Missionen.

Auch beim unabhängigen regulären UNO-Budget, das für die Jahre 2016 und 2017 rund 5,4 Milliarden Dollar beträgt, sind die USA mit 22 Prozent der grösste Beitragszahler.

(AWP)