Trumps Wirtschaftsberater mahnt vor G7-Gipfel faire Handelsregeln an

Vor dem G7-Gipfel führender Industriestaaten hat der Wirtschaftsberater von US-Präsident Donald Trump, Gary Cohn, faire Handelsregeln angemahnt. "Wir werden weiter kämpfen für das, was wir glauben richtig ist: Das ist freier, offener und fairer Handel", sagte Cohn vor den an diesem Freitag beginnenden Beratungen der G7-Staats- und Regierungschefs in Taormina auf Sizilien. "Wir werden eine sehr kontroverse Debatte über den Handel haben und wir werden darüber reden, was frei und offen bedeutet." Es gehe um faire Spielregeln.
26.05.2017 11:05

Vor allem Deutschland exportiert seit Jahren deutlich mehr in die USA, als es von dort einführt. Trump hatte die deutschen Überschüsse mehrfach kritisiert. Unmittelbar vor dem G7-Gipfel soll Trump bei einem Treffen mit EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker nach Medienberichten Deutschland scharf attackiert haben. Erneut unter Hinweis auf den Absatz deutscher Autos in den USA habe Trump Gegenmassnahmen angedroht, hiess es.

Offen ist, ob sich die G7 nach den zweitägigen Beratungen in ihrem Abschlussdokument - wie in der Vergangenheit - klar für freien Handel und gegen Protektionismus aussprechen. Bisher hat die neue US-Regierung auch im Kreis der Top-Wirtschaftsmächte (G20) ein klares Bekenntnis blockiert.

Die USA pochen auf bilaterale Handelsverträge. Die Europäer wiederum halten dagegen, dass die EU-Länder gemeinsam Verträge abschliessen für alle Mitgliedstaaten. Trumps Wirtschaftsberater Cohn betonte, die USA würden andere Länder "so behandeln, wie sie uns behandeln". Das bedeute: "Wenn Sie keine Barrieren zum Handel oder keine Tarife haben, werden wir keine Tarife haben."/sl/DP/zb

(AWP)