Tsipras fordert 'saubere Lösung' für Griechenlands Finanzprobleme

Der griechische Regierungschef Alexis Tsipras will sein Land wieder für Investoren interessant machen. Dafür bedürfe es einer "sauberen Lösung" der Finanzprobleme seines Landes, sagte er am Mittwoch vor griechischen Industriellen in Athen. Der Streit zwischen dem Internationalen Währungsfonds (IWF) sowie Deutschland und anderen Gläubigern über den richtigen Weg zum Abbau des griechischen Schuldenberges müsse ein Ende haben, forderte Tsipras.
31.05.2017 22:00

In gut zwei Wochen (am 15. Juni) wollen die Finanzminister der Eurogruppe erneut mit dem IWF darüber beraten, ob, wie und wann Massnahmen zum Abbau des griechischen Schuldenberges beschlossen werden können. Knackpunkt der Beratungen zwischen der Eurogruppe und dem IWF ist die Frage, wie der Fonds im aktuellen dritten Hilfsprogramm für Griechenland in Höhe von bis zu 86 Milliarden Euro ins Boot geholt werden kann.

Der IWF hält die Schuldenlast des Landes für zu gross und fordert deshalb Erleichterungen. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble will darüber aber erst nach dem Ende des laufenden griechischen Sparprogramms im Sommer 2018 reden. Für Griechenland wird es immer enger: Im Juli muss das Land mehr als sechs Milliarden Euro Schulden an den IWF und die Europäische Zentralbank zurückzahlen./tt/DP/he

(AWP)