Tsipras sieht nahendes Ende der Krise in Griechenland

Griechenland kommt nach Einschätzung von Ministerpräsident Alexis Tsipras bald aus seiner jahrelangen Finanz- und Wirtschaftskrise heraus. Diese Ansicht vertrat der Regierungschef Am Sonntag bei einer Medienkonferenz in der nordgriechischen Hafenstadt Thessaloniki. "Das Ende der Krise in Griechenland wird auch das Ende der Krise Europas sein", sagte Tsipras.
10.09.2017 14:00

Griechenland war nach der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009 in eine Schuldenkrise getaumelt und wird seither mit internationalen Hilfskrediten vor der Pleite bewahrt. Der Preis dafür ist hoch: Die Geldgeber haben den Griechen im Gegenzug immer wieder harte Einschnitte abgerungen. Dem ersten Hilfsprogramm 2010 folgten zwei weitere, das aktuelle läuft noch bis August 2018. Dann will Athen finanziell wieder auf eigenen Beinen stehen.

Tsipras prognostizierte, die griechische Wirtschaft werde dieses Jahr erstmals seit neun Jahren um zwei Prozent wachsen. Die Arbeitslosigkeit von aktuell 21 Prozent gehe zurück, wenn auch nur ganz langsam. Anfang 2016 war noch jeder vierte Grieche ohne Arbeit.

Griechenland werde nach den Worten Tsipras ab Mitte nächsten Jahres sich selbst finanzieren können. Zurzeit läuft das dritte griechische Rettungsprogramm in Höhe von bis zu 86 Milliarden Euro. Dieses endet im August 2018.

(AWP)