Tsipras spricht mit Merkel und Macron über griechischen Schuldenberg

Der griechische Regierungschef Alexis Tsipras hat von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron konkrete Massnahmen zur Reduzierung des griechischen Schuldenbergs gefordert. Das teilte Tsipras' Büro in Athen am Dienstag nach Telefonaten der Politiker mit. Am 15. Juni ist eine entscheidende Sitzung der Eurogruppe zum möglichen Schuldenabbau geplant. Merkel, Macron und Tsipras hätten sich darauf geeinigt, die Probleme gemeinsam anzugehen, hiess es in Athen weiter.
30.05.2017 16:16

Das Tauziehen um den Abbau des Schuldenberges dauert seit Monaten an. Der Internationale Währungsfonds (IWF) hält die griechische Schuldenlast für zu hoch und fordert deshalb Schuldenerleichterungen. Nur dann ist der IWF dazu bereit, sich als Geldgeber am aktuellen dritten Hilfsprogramm mit einem Umfang von bis zu 86 Milliarden Euro zusammen mit der EU, dem Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) und der Europäischen Zentralbank (EZB) zu beteiligen.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) will aber erst nach dem Ende des aktuellen griechischen Sparprogramms im Sommer 2018 darüber reden. Wegen dieses Streits war eine Entscheidung der Eurogruppe am 22. Mai verschoben worden./tt/DP/jha

(AWP)