Tsipras verteidigt Forderung nach Schuldenerleichterungen

Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras hat die Forderung nach Schuldenerleichterungen für sein Land verteidigt.
17.12.2016 17:05
Alexis Tsipras, Premierminister von Griechenland.
Alexis Tsipras, Premierminister von Griechenland.
Bild: Bloomberg

"Unsere Gläubiger müssen bedenken, dass das griechische Volk genug Opfer gebracht hat - und dass es jetzt an ihnen ist, ihre Verpflichtungen zu erfüllen", sagte Tsipras bei einem Kongress der Europäischen Linken am Samstag in Berlin. "Wir sind fest entschlossen, unser Volk niemals den Jasagern auszuliefern, die Griechenland für viele Jahre in der Zwangsjacke der Sparpolitik halten wollen." Griechenland habe seine Verpflichtungen erfüllt, nun seien die Gläubiger dran.

"Ich bin optimistisch, dass Griechenland seine Ziele erreichen wird", sagte Tsipras. "Aber wir werden niemals die Logik des ewigen Sparzwangs akzeptieren, die die griechische Gesellschaft zerstört."

Griechenlands Gläubiger haben Vorbehalte gegen eine nicht mit ihnen abgestimmte Einmalzahlung an die Rentner des Landes. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble bat die vier Gläubiger-Institutionen - die EU-Kommission, die EZB, den IWF und den Rettungsfonds ESM - daraufhin um eine Bewertung, ob diese und andere angekündigte Massnahmen mit den Verabredungen zwischen den Geldgebern und der Regierung in Athen kollidieren. "Der Bericht ist vorläufig und durchaus kritisch", sagte ein Sprecher danach.

(Reuters)