Türkische Zentralbank will alles Nötige für Finanzstabilität tun

Ankara (awp/sda/reu) - Die türkische Zentralbank sendet nach dem Putschversuch im Land Beruhigungssignale Richtung Kapitalmarkt. Sie werde alles Nötige tun, um die Finanzstabilität zu gewährleisten, teilte die Notenbank am Sonntag mit. Geschäftsbanken erhielten unbegrenzten Zugang zu Liquidität. Dafür müsste diese keine Gebühr zahlen.
17.07.2016 14:04

Auch die Regierung in Ankara versuchte Investoren zu beruhigen: "Wir haben die Kontrolle. Kein Grund zur Sorge", schrieb der stellvertretende Ministerpräsident Mehmet Simsek auf Twitter. Die Regierung habe in Absprache mit der Zentralbank und dem Finanzministerium alle erforderlichen Massnahmen getroffen.

Die türkische Wirtschaft läuft seit längerem nicht mehr so gut wie in früheren Jahren. Banken kämpfen mit faulen Krediten, weil Firmen Pleite gehen. Wegen der angespannten Sicherheitslage weichen viele Touristen zudem auf andere Ziele aus.

Nach dem gescheiterten Putsch geht die Regierung massiv gegen Teile des Militärs und der Justiz vor. Bei den Kämpfen, die Militärangehörige am Freitagabend in Istanbul und Ankara völlig überraschend begannen, wurden mindestens 265 Menschen getötet und fast 1500 verletzt.

(AWP)