Umzug der Nachrichtensendungen von RTS nach Lausanne im Gespräch

Auch beim Westschweizer Radio- und Fernsehen RTS kommt es vielleicht in den nächsten Jahren zu einer Verlagerung der Redaktionen. Bis 2024 sollen TV-Nachrichtensendungen, darunter das "Téléjournal", in Lausanne statt in Genf produziert werden, wie der Genfer Staatsrat in einer Mitteilung vom Mittwoch schreibt.
19.09.2018 20:31

Laut der Mitteilung sollen Sport- und Hintergrundsendungen weiter in der Rhone-Stadt gefertigt und die Nachrichtensendungen nach Lausanne verlagert werden. Der Genfer Staatsrat bedauere diesen Entscheid, heisst es weiter.

RTS-Direktor Pascal Crittin machte am Mittwochabend im Show-Forum hingegen deutlich, dass darüber noch keine Entscheidung getroffen wurde. Es handle sich dabei um eine Vision, das Campus-Projekt, das Radio, TV-Aktivitäten und Reportagen auf der EPFL-Website zusammenbringen soll, wieder aufleben zu lassen.

In diesem Zusammenhang werde in Lausanne geprüft, ob es möglich sei, Nachrichtenmedien zu konvergieren, so Crittin. Die formale Entscheidung vom Verwaltungsrat werde erst in mehreren Monaten oder in einem Jahr getroffen.

Die SRG kündigte allerdings an, dass sie ihre Immobilienflächen schrittweise um 25 Prozent reduzieren und ihre Aktivitäten an den verschiedenen Standorten neu organisieren wolle. Auch in der französischsprachigen Schweiz werde die Immobiliensituation deshalb in den kommenden Jahren den Bedürfnissen der Digitalisierung und den wirtschaftlichen Zwängen angepasst, schreibt die SRG.

(AWP)