Uni St. Gallen sieht in Kombistudium Lösung gegen Fachkräftemangel

Die Universität St. Gallen hat eine Machbarkeitsstudie ausgearbeitet und darin aufgezeigt, wie dem Fachkräftemangel entgegengewirkt werden kann. Die Lösung: Ein neuer Studiengang, der Informatik und Management kombiniert. Investitionen von 30 Mio CHF wären nötig.
06.04.2017 16:38

Im November 2015 hatte die Industrie- und Handelskammer St. Gallen-Appenzell (IHK) die Universität mit der Ausarbeitung einer Konzept- und Machbarkeitsstudie beauftragt.

Darin sollte abgeklärt werden, ob ein neuer Studienschwerpunkt Informatik möglich und sinnvoll sei, heisst es in einer gemeinsamen Mitteilung von Universität und IHK vom Donnerstag. Nun liegt das Ergebnis vor. Vorgeschlagen wird ein Wirtschaftsinformatik-Studiengang, der eher technisch ausgerichtet ist.

BACHELOR- UND MASTER-PROGRAMM

In der Studie werden drei mögliche Stossrichtungen beschrieben. In der von den Verfassern bevorzugten Variante wird die Einführung sowohl eines Bachelor- als auch eines Master-Programms vorgeschlagen.

Im Vollausbau könnte der Lehrgang rund 100 Studierende auf Bachelor- und rund 50 Studierende auf Master-Stufe umfassen. Möglicher Start des Masterprogramms wäre im Herbst 2019. Die ersten Absolventen kämen dann 2022 auf den Arbeitsmarkt.

Für den neuen Schwerpunkt müssten rund acht Professuren zur Verfügung stehen. Eine Anschubfinanzierung wäre über einen Zeitraum von acht Jahren notwendig. Dies würde Investitionen von maximal 30 Mio CHF bedingen. Danach sollte das Angebot selbsttragend funktionieren.

Laut Mitteilung begrüsst die IHK das Ergebnis der Studie. Damit könne die Ostschweizer Wirtschaft und ihre Innovationsfähigkeit gestärkt werden. Die Politik soll nun "zügig die nächsten Schritte unternehmen".

(AWP)