Unicredit-Chef gibt sich gelassen: 'Referendum ändert Pläne nicht'

MAILAND (awp international) - Die angeschlagene italienische Grossbank Unicredit will sich von der politischen Unsicherheit im Land nach der gescheiterten Verfassungsreform nicht bremsen lassen. "Das Ergebnis des Referendums ändert unsere Pläne überhaupt nicht", sagte Vorstandschef Jean Pierre Mustier am Montag dem Sender Bloomberg TV. Im Laufe des Monats werde der Vorstand seine Strategie vorlegen. Mustier verwahrte sich dagegen, Italien nun schlecht zu reden. Die langfristigen Perspektiven seien gut. Das gelte auch für Unicredit. "Die Bank hat eine sehr helle Zukunft."
05.12.2016 14:22

Seit dem Amtsantritt von Mustier im Juli hat die Verbesserung der Kapitalpuffer für die Bank oberste Priorität. Damit will der Franzose das Institut für die erwarteten schmerzhaften Aufräumarbeiten stärken. Unicredit sitzt auf einem Berg fauler Kredite. Das bremst die ganze Bank. Ein Abbau aber wird hohe Verluste produzieren. Analysten rechnen damit, dass Mustier deshalb am 13. Dezember eine bis 13 Milliarden Euro schwere Kapitalerhöhung ankündigt./enl/fbr

(AWP)