Unternehmenssteuerreform III kostet Kanton Zürich und Gemeinden viel Geld

Zürich (awp/sda) - Die Unternehmenssteuerreform III wirft ihre Schatten voraus. Zwar wird das Schweizer Stimmvolk wohl erst im Februar 2017 über die Vorlage befinden. Der Zürcher Regierungsrat hat aber bereits am Donnerstag erste Berechnungen vorgestellt: Er schätzt die Ausfälle jährlich auf 285 bis 325 Mio CHF für den Kanton und auf 360 bis 415 Mio für die Gemeinden.
30.06.2016 15:45

Etwas gemildert würden die Ausfälle, indem die Kantone mehr aus dem Topf der direkten Bundessteuer erhalten sollen. Der Anteil der Kantone an der direkten Bundessteuer soll nämlich von 17 auf 21,2% erhöht werden.

Im Falle des Kantons Zürich sind dies 180 Mio CHF. So gesehen könnte die Reform Kanton und Gemeinden rund 500 Mio CHF kosten, wie es in der Mitteilung heisst.

Die Gemeinden sind von der Reform unterschiedlich betroffen: solche mit einem hohen Anteil an Unternehmenssteuern stark, jene mit einem geringen nur wenig. Eine Erhöhung des Steuerfusses im Kanton will der Regierungsrat vermeiden.

Grundsätzlich will die Zürcher Regierung sämtliche Massnahmen aus dem Bundespaket zur USR III umsetzen. So etwa soll die Gewinnsteuer gesenkt werden. Der Regierungsrat schlägt vor, die gesamte Steuerbelastung für juristische Personen von heute 21,1% auf neu 18,2% zu senken. Dadurch soll Zürich im interkantonalen Steuerwettbewerb bestehen können.

(AWP)