Untersuchungen an Brennelementen des AKW Leibstadt abgeschlossen

Leibstadt AG (awp/sda) - Die Untersuchungen über die bei der Jahresrevision entdeckten Verfärbungen an Brennelementen im AKW Leibstadt sind abgeschlossen. Die Betreiberin hofft, die Anlage nach Freigabe durch die Aufsichtsbehörde ENSI schon bald wieder hochfahren zu können.
19.12.2016 11:47

Die lokalen Verfärbungen waren im Oktober an mehreren Hüllrohren der Brennelemente aufgetreten. Von den 648 Brennelementen des Reaktorkerns weisen 47 Verfärbungen an wenigen Hüllrohren auf.

Die Befunde seien lokal an spezifischen Positionen im Kern aufgetreten und hätten ausschliesslich Brennelemente im ersten Betriebszyklus betroffen, teilte die Kernkraftwerk Leibstadt AG (KKL) am Montag mit. Bei 15 stärker betroffenen Brennelementen wurden 32 der insgesamt 62'208 Brennstäbe repariert, indem das betroffene Hüllrohr durch einen Zirkonium Stab ohne Uran ersetzt wurde.

Die KKL AG schloss die Sicherheitsbewertungen nun ab und reichte diese dem ENSI ein. Man sei überzeugt, dass die Voraussetzungen für einen sicheren Betrieb im neuen Betriebszyklus gegeben seien, heisst es in der Mitteilung. Gemäss heutiger Planung soll der Kern im Januar beladen und die Anlage für die Wiederinbetriebnahme vorbereitet werden.

Das ENSI hat die Befunde an den Hüllrohren im AKW Leibstadt im Rahmen der Internationalen Bewertungsskala für nukleare und radiologische Ereignisse (INES) auf der zweituntersten Stufe 1 (Anomalie) eingeordnet.

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(AWP)