US-Bundesrichter untersagt Fusion von Krankenversicherern

Ein US-Bundesgericht hat das milliardenschwere Fusionsvorhaben der beiden Krankenversicherer Aetna und Humana untersagt. Ein Zusammenschluss würde dem Wettbewerb schaden, begründete der zuständige Richter John Bates am Montag sein Urteil. Aetna wollte Humana für 34 Milliarden Dollar übernehmen.
23.01.2017 19:10

Aetna teilte mit, Berufung zu erwägen. Das US-Justizministerium hatte im vergangenen Sommer Klage gegen das Vorhaben eingereicht. Sollte die Zahl der grossen Krankenversicherer von fünf auf drei sinken, gehe dies zu Lasten der Bevölkerung, argumentierte die Behörde.

Die US-Justizministerium hatte im Sommer 2016 auch Klage gegen die geplante 44 Milliarden Dollar schwere Fusion der Rivalen Anthem und Cigna eingereicht. Die Unternehmen versprechen sich durch eine Verschmelzung eine bessere Position in den Preisverhandlungen mit Spitälern und Ärzten sowie einen Ausbau ihrer Mediziner-Netze. Zugleich würden die Fusionspartner Kosten in Verwaltung und anderen Bereichen sparen.

(AWP)