US-Energieminister: Ölreserven müssen noch nicht angezapft werden

Nach den Angriffen auf Ölanlagen in Saudi-Arabien ist US-Energieminister Rick Perry zufolge auch ohne ein Anzapfen der strategischen Reserven noch genug Öl verfügbar. Es gebe im Markt "bedeutende Mengen Öl", sagte Perry am Montag telefonisch dem Nachrichtensender CNBC. Die strategischen Reserven einzusetzen, wäre daher "ein bisschen voreilig". Es sei eine leichte und zeitweilige Preissteigerung zu erwarten, aber die Folgen der Angriffe würden nicht so gravierend sein wie noch vor einigen Jahren, weil die USA inzwischen bedeutend mehr Öl und Gas produzierten, erklärte Perry.
16.09.2019 17:29

US-Präsident Donald Trump hatte am Wochenende die Freigabe nationaler Ölreserven für den Fall möglicher Engpässe bewilligt. Es sei noch keine bestimmte Menge beschlossen worden, aber es werde ausreichend sein, "um die Märkte gut zu versorgen", schrieb Trump auf Twitter.

Die strategischen Ölreserven der USA umfassen nach Angaben des US-Energieministeriums 630 Millionen Barrel. Saudi-Arabien produzierte der OPEC zufolge im vergangenen Monat rund 9,8 Millionen Barrel Öl pro Tag. Auch andere Länder, darunter Saudi-Arabien, halten grosse Ölreserven vor.

Die Bundesregierung plant zunächst keine Freigabe von Ölreserven. Die Versorgungssicherheit sei aktuell nicht berührt, hiess es im Bundeswirtschaftsministerium. Die Lage werde aber genau beobachtet./shg/DP/jha

(AWP)