US-Energiestrategie - Trump will mit fossiler Energie den Weltmarkt dominieren

US-Präsident Donald Trump will den Weltmarkt für Energie dominieren und setzt dafür auf Atomkraft, Kohle, Öl und Gas.
30.06.2017 10:02
Blick auf ein Kohlekraftwerk.
Blick auf ein Kohlekraftwerk.
Bild: Dirk Wessner

Flicker, Lizenz CC BY-SA 2.0

"Wir haben für nahezu 100 Jahre Erdgas und für mehr als 250 Jahre saubere, schöne Kohle", sagte Trump am Donnerstag (Ortszeit) im Energieministerium in Washington. Diese nahezu unbegrenzten Vorräte setzten die USA "an die Spitze einer echten Energierevolution", angetrieben von Innovation und Technologie.

Ziel seiner Regierung sei nicht nur die Unabhängigkeit von Energieimporten, sondern die US-Dominanz des globalen Markts, sagte Trump. Er stellte mehrere Initiativen vor, die auf dieses Ziel hinarbeiten und Exporte von Energie steigern sollen.

Die US-Atomkraft soll demnach wiederbelebt und ausgebaut werden, zudem soll eine neue Ölpipeline die USA und Mexiko verbinden. Beschränkungen für die Finanzierung des Baus neuer Kohlekraftwerke ausserhalb der USA will Trump abschaffen. Ausserdem will er den Verkauf von Erdgas fördern und ein neues Programm zur Offshore-Förderung von Öl und Gas auflegen. Das solle auch die Förderung in Regionen erlauben, die unter seinem Vorgänger Barack Obama für Bohrungen gesperrt worden waren, sagte Trump.

Die Initiativen würden den USA die Kontrolle über ihre Energiepolitik zurückgeben, sagte Trump weiter. Damit wiederholte er ein Mantra, das er geprägt hatte, als er den Ausstieg der USA aus dem Pariser Klimaabkommen ankündigte. "Wir wollen nicht, dass andere Länder uns unsere Souveränität abnehmen und uns sagen, was wir zu tun haben und wie wir es tun sollen."

(AWP)