US-Firmen sehen laut Umfrage ihre Zukunft in China pessimistischer

US-Unternehmen beklagen einer Umfrage zufolge eine Verschlechterung ihrer Geschäftsaussichten in China. Die dortige amerikanische Handelskammer teilte am Mittwoch mit, mehr als 80 Prozent der befragten 462 Mitgliedsfirmen hätten angegeben, ausländische Unternehmen seien derzeit nicht mehr so willkommen wie noch in der Vergangenheit.
18.01.2017 11:44

Sie machten sich verstärkt Sorgen über Auflagen der Aufsichtsbehörden und die daraus resultierenden Hürden für internationale Geschäfte. Sie zeigten zudem wenig Vertrauen in die Zusage der Pekinger Führung, den chinesischen Markt für ausländische Investitionen weiter zu öffnen.

Das Ergebnis der jährlichen Handelskammer-Umfrage unterstreicht den wachsenden Pessimismus der internationalen Geschäftswelt in China. Viele Unternehmen klagen dort nicht nur über das abgeschwächte Wirtschaftswachstum, sondern auch über zunehmenden Protektionismus.

Zwar betonte Chinas Staatschef Xi Jinping erst am Dienstag beim Weltwirtschaftsgipfel in Davos, sein Land bleibe offen für Investoren und werde keinen Handelskrieg mit den USA vom Zaun brechen.

Aber die Beziehungen zwischen den beiden grössten Volkswirtschaften werden derzeit auf die Probe gestellt, weil der künftige US-Präsident Donald Trump eine harte Haltung gegenüber China demonstriert.

Auch Trumps designierter Handelsminister Wilbur Ross sagte staatlichen Subventionen internationaler Geschäftspartner den Kampf an. China steht immer wieder in der Kritik, seine Industrie zum Nachteil ausländischer Konkurrenz mit staatlichen Hilfen zu stützen und andere Märkte mit Billigprodukten zu fluten.

(AWP)